Galerie am Stall
     
 

Anfang des 15. Jahrhunderts schuf der russische Maler-Mönch Andrej Rubljow eine fast mannshohe Ikone, die heute als das bedeutendste Werk der Kunst Russlands gilt: die Dreifaltigkeits-Ikone, russisch "troiza".

600 Jahre später beschäftigen sich Martin Paulus (Landsberg/L.) und Willi Weiner (Stuttgart) mit Rubljows Gemälde in einem gemeinsamen Projekt, sehen mit den Augen des 21. Jahrhunderts auf ein in seiner malerischen Modernität frappierendes Werk des späten russischen Mittelalters.

Paulus und Weiner setzen sich in ihren jeweiligen Arbeiten mit den verschiedenen Bildelementen der Dreifaltigkeitsikone auseinander, lassen sich immer wieder zu unterschiedlichen Variationen eines Themas inspirieren und versuchen sich so auch dem sinnlich-spirituellen Gehalt der Ikone zu nähern. Paulus' Arbeiten nehmen dabei ganz häufig einen Objektcharakter an, nutzt er für seine sensible Malerei doch allerlei alte Gebrauchsgegenstände als Bildträger. Willi Weiners zarte Bleistiftzeichnungen kontrastieren auf den ersten Blick mit seinen rostbraunen Cortenstahl-Plastiken. Für ihn wie auch für Martin Paulus aber gilt: die Arbeiten ihres TROIZA-Zyklus zeugen von der starken Empathie, mit der sich beide zeitgenössischen Künstler ihrem Kollegen aus dem Mittelalter und seinem für viele magischen Bild nähern.

Zur Ausstellung erscheint ein Buch.

 

 

Martin Paulus | Willi Weiner
TROIZA
Malerei, Zeichnung, Plastik

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 11. August 2019, 15 Uhr

Einführung: Die Künstler und Frank L. Giesen im Gespräch
Musikalische Begleitung: Violoncello-Ensemble

Martin Paulus, geneigtes haupt VI, 2019, mixed media, 43x33 cm

Ausstellung vom 11. August bis 8. September 2019


Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-18 Uhr, So 14-18 Uhr
und jederzeit nach Vereinbarung (0171 5334246)

www.martinpaulus.de

 
 
 
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