Galerie am Stall
     
 

Farben der Natur und die Natur der Farben – zwischen diesen Polen oszilliert die Naturmalerei von Sabine Seemann (Bremen) und Karl-Karol Chrobok (Köln).

Für Sabine Seemann ist Malerei zuerst ein stark physisch-sinnlicher Prozess des Umgangs mit der Materialität von Farbe - ihrer breiigen Zähflüssigkeit, die pastos auf die Leinwand gebracht wird mittels Händen, Spachtel und Pinsel. Oft angereichert durch Zellstoff und Erdmaterial. Der Farbfluss auf der Leinwand wird durch die Künstlerin gesteuert, die Darstellung modelliert. Farbklumpen und – schlieren werden zu doppelten Metaphern für die dargestellte Natur und den Malvorgang selbst.

Auch für Karl-Karol Chrobok ist Farbe existenziell, ihn interessiert aber in erster Linie ihre Leuchtkraft. Er malt seine Öl-Bilder „pleinair“, also direkt vor Ort, auf der Staffelei, bei Wind und Wetter. Seine Landschaften sind bei aller Gegenständlichkeit keine reine Abbildung der Natur. Eher, wie bei Sabine Seemann auch, tief empfundene Stimmungsbilder, denen die gewählten Farben und deren mal pastose, mal feine Aufbringung auf die Leinwand bildnerische Gestalt geben.

Mit Sabine Seemann und Karl-Karol Chrobok stellt die Galerie am Stall zwei Positionen von Naturdarstellung gegenüber, die das malerische Spannungsfeld von Materialität und Leuchtkraft von Farbe und gegenständlicher Naturdarstellung ausloten.

 

 

Sabine Seemann | Karl-Karol Chrobok
FarbNatur
Malerei

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 23. September 2018, 15 Uhr

Begrüßung: Frank L. Giesen


Ausstellung vom 23. September bis 21. Oktober 2018


Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-18 Uhr, So 14-18 Uhr
und jederzeit nach Vereinbarung (0171 5334246)

 
 
 
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