Galerie am Stall
     
 

Farbenfroh, grotesk-spielerisch, magisch, poetisch – dies sind häufig genutzte Attribute für die Kunst von Menno Fahl (Berlin).

In seinen Ölbildern schichtet er Farbflächen, setzt diese gegeneinander, ergänzt um Ornamentik und Collagenschnipsel. In den Materialbildern bestückt er den durch einen Wandkasten vorgegebenen dreidimensionalen Raum mit unterschiedlichsten Fundstücken aus Holz, Metall oder Kunststoff, die er dann als Farbfläche nutzt: Farbe als figuratives Strukturelement in einem dreidimensionalen Raum. Auch in seinen freistehenden Plastiken assembliert Menno Fahl allerlei gesammeltes Material mal zu Stelen, mal zu stärker volumigen Formen. Die farbliche Gestaltung der Materialoberflächen strukturiert hier nicht nur die Plastik selbst hin zur Figuration, sondern zusätzlich den gesamten umgebenden Raum. Plastiken werden zu Raumbildern.

Bildern und plastischen Arbeiten von Menno Fahl gemeinsam ist: Figuration wird nicht verstanden als geplantes Abbilden einer Realität, sondern ist Resultat des Schaffens einer eigenen kreativen Wirklichkeit.

Mit seiner Arbeitsweise sieht sich Menno Fahl u.a. in der Tradition der Münchner Künstlergruppe SPUR, die Mitte des letzten Jahrhunderts maßgeblich von seinem Lehrer Lothar Fischer mitgeprägt wurde.

In einer Welt, die zunehmend von Algorithmen beherrscht wird, tut es gut, dass Künstler wie Menno Fahl die Werkbank der Datenbank vorziehen und ihre individuelle Wirklichkeit gestalten.

 

 

Menno Fahl
Schlangenhals und Schachtelkopf
Malerei und Plastik

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 10. März 2019, 15 Uhr

Einführung: Menno Fahl und Frank L. Giesen im Gespräch

Menno Fahl, Großes Paar, 2004, verschiedene Materialien bemalt, 170x80x50cm

Ausstellung vom 10. März bis 7. April 2019


Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-18 Uhr, So 14-18 Uhr
und jederzeit nach Vereinbarung (0171 5334246)

 
 
 
© Galerie am Stall - Moderne Kunst - Frank L. Giesen - Hude | Datenschutz | Impressum