Galerie am Stall
     
 

„Schöne Katastrophen“ titelte das "art"-Kunstmagazin im Januar 2017, als es Jonathan Pornin und seine Kunst vorstellte. Und beschrieb so die in den Bildern vorherrschende seltsam ambivalente Stimmung.

Jonathan Pornin (Jahrgang 1979) malt Landschaften. Menschenleer, ohne Lebenszeichen, in eher zarten Ölfarben. Die Szenerien sind komponiert aus verschiedenen Elementen, die dem Auge des Betrachters trotz häufiger Stilisierung und grafischer Auflösung als vertraute Landschaftsszenen erscheinen. Wir sehen Hügel, weiten Himmel, Wasser – alles wirkt still, ausgeglichen, oft poetisch.

Und doch: eigenartige Wolkengebilde stören das harmonische Gesamtbild, grafische Elemente wirken insgeheim wie Stachel in der Landschaftsidylle. Und ist das überhaupt Landschaft? Viele vermeintliche Landschaftselemente sehen eher aus wie unter dem Mikroskop entdeckte Formen aus biochemischen oder physikalischen Mikrowelten.

Spätestens hier kommt dem Betrachter der Verdacht, dass es gar nicht in erster Linie um Landschafts-darstellung geht. Pornin nutzt die Figurationen als Folie für die eigentlich intendierte Farbfeldmalerei, die Auseinandersetzung mit Form und Farbe, ohne ins rein Abstrakte abgleiten zu müssen.

Jonathan Pornin schafft überzeugende imaginäre Landschaftsbilder von großer Klarheit im Spannungsfeld von figurativer und abstrakter Farbmalerei.

 

 

Jonathan Pornin
"Imaginäre Landschaften"
Malerei

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 1. Oktober 2017, 15 Uhr

Einführung: Jonathan Pornin mit Frank L. Giesen

Jonathan Pornin, untitled, 2016, Öl auf Leinwand

Ausstellung vom 1. Oktober bis 29. Oktober 2017

Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-18 Uhr, So & Feiertage 11-18 Uhr
und nach Vereinbarung

 
 
 
© Galerie am Stall - Moderne Kunst - Frank L. Giesen - Hude