Galerie am Stall
     
 

Kunst, die Natur nachahmt, und Natur, die wie Kunst wirkt – das machte die Magie der in der Renaissance sich entwickelnden "Wunderkammern" aus.

Die Plastiken der beiden Bildhauer Amir Omerovic und Mirsad Herenda greifen die Grundelemente dieser Wunderkammern wieder auf.

Amir Omerovic schafft bevorzugt kleinformatige Bronzen. Im Mittelpunkt steht die menschliche Figur, häufig versehen mit aus der Natur stammenden Accessoires - natürlichen Fundstücken, denen Omerovic eine bronzene Gestalt verleiht. Das Spielerische, manchmal auch Surreale seiner Objekte kontrastiert häufig ihren inhaltlich ernsten Gehalt. Seine Figuren verdichtet er bisweilen zu größeren Gruppen, die Geschichten erzählen, deren Entschlüsselung dem Betrachter Nachdenken und Fantasie abverlangen.

Auch Mirsad Herenda erweist sich mit seinen detailliert konstruierten und expressiven Eisenplastiken als Erzähler, wenn auch auf gänzlich andere Weise. Sein Thema: die organische Natur. Meist singuläre kahle Bäume, statisch und dynamisch zugleich. Bäume, vom Sturm umtost und komplett entlaubt. Wie in einem dreidimensionalen Video-Still hält Herenda in seinen Objekten einen prägnanten Moment des stürmischen Geschehens fest - und evoziert so beim Betrachter ein Nachdenken über das Warum, das Davor und das Danach.

Amir Omerovic und Mirsad Herenda erweisen sich so in ihrer Kunst als zwei zeitgenössische Erneuerer der Renaissance-Wunderkammern.

 

 

Amir Omerovic | Mirsad Herenda
...aus der Wunderkammer
Bronze- und Eisenplastiken

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 5. August 2018, 15 Uhr

Begrüßung: Frank L. Giesen


Ausstellung vom 5. August bis 2. September 2018


zusätzlich:
So, 12.8. 15-18 Uhr (Führung durch den Galeristen)
Do, 18.8. 17-19 Uhr Kunst.Feier.Abend
Mo, 27.8. 15-18 Uhr Kunst.Montag
So, 2.9. 15-18 Uhr Finissage (mit Abschlussführung)

und jederzeit nach Vereinbarung (0171 5334246)

 
 
 
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