Galerie am Stall
     
 

Der englische Begriff entity charakterisiert in seiner Mehrdeutigkeit sehr gut die Arbeiten der Bremer Künstlerin Marlies Nittka (*1969), ehemalige Meisterschülerin von Prof. Paco Knöller.

Zunächst: Nittkas Bilder sind farbintensiv, die Farben in den neueren Arbeiten eher leuchtender als früher. Aber fast immer setzt sie die Farbe auf einen meist neutral ins Graue changierenden Hintergrund.

Diese Art der Farbsetzung mit Ölfarbe unter Verwendung von Wachs und Graphit (oder in Form des Stoffdrucks) bringt gegeneinander abgegrenzte flächige malerische Objekte hervor. Anders als häufig in der Farbflächenmalerei sind diese aber nicht mit grafisch-harten Konturen gegeneinander gesetzt, sondern Marlies Nittka gibt ihnen oft weiche Linien, die sie wie organische Figurationen wirken lassen.

Das Erstaunliche an diesen Gebilden: es sind abstrakte Flächenkompositionen, die bei eingehender Betrachtung unbestimmte figürliche Assoziationen evozieren. Nittkas Farbflächen erinnern an reale Gebilde, verharren aber für den Betrachter häufig im Zustand des nebulös Irrealen. Ihre Arbeiten wirken in ihren gegeneinander abgegrenzten Farbflächen gleichzeitig ganz klar und unbestimmt. So als verberge sich hinter den abstrakten Farbobjekten eine weitere Bedeutungsebene - als seien sie farbige Wesenheiten.

Marlies Nittka hat in ihren Werken auf Papier oder Stoff eine ganz eigene Bildsprache entwickelt, die eine faszinierende Melange aus Farben, Flächen und Linien präsentiert, und doch weit mehr erzählt.

 

 

Marlies Nittka
coloured entities
Malerei, Textildruck

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 29. September 2019, 15 Uhr

Einführung: Marlies Nittka und Frank L. Giesen im Gespräch

Marlies Nittka, ohne Titel, 2018, Stoffdruck auf Stoff, 100x80 cm

Ausstellung vom 29. September bis 27. Oktober 2019


Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-18 Uhr, So u. Feiertag 14-18 Uhr
und jederzeit nach Vereinbarung (0171 5334246)

 
 
 
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